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Wie alles anfing!

Ein Ausflug in die Geschichte des Stadtteilgeprächs.

Am 1. September 1970 bot Herr Herbert Möhlenbein als Stadtteilkoordinator für den Roderbruch seine erste Sprechstunde für Bürgerinnen und Bürger im Gebäude der Hermann-Löns-Schule an, danach für lange Zeit in einer Wohnung im Nobelring 32 und später im Schulzentrum Rotekreuzstraße.

Die personelle Entscheidung für Herbert Möhlenbein war ein echter Glücksgriff. Er verstand es, die Bürger/-innen und die Institutionen aus dem Roderbruch anzusprechen und ihre Interessen aufzunehmen. Er betrachtete seine Arbeit als Gemeinwesenarbeit.

1978 dann lud Herr Möhlenbein zu einem monatlichen Treffen im Rahmen der Sprechstunden zum „Stadtteilgespräch Roderbruch“ein.

Herbert Möhlenbein war also der Vater des heutigen Stadtteilgesprächs Roderbruch.

Bei ihm und unter seiner Leitung versammelten sich engagierte Menschen aus den Institutionen, Vereinen, Parteien sowie die Bewohner/-innen, die unter den vielfältigen Problemen im neu entstehenden Quartier zu leiden hatten.

Die Teilnahme an den Stadtteilgesprächen war freiwillig, sie fanden einmal im Monat, donnerstags von 16.30 – 18.00 Uhr statt. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Als die Stadt Hannover die Koordination für den Roderbruch 1988 beendete, hat Herbert Möhlenbein dem Kulturtreff Roderbruch die Verantwortung für das Stadtteilgespräch der Geschäftsführung des Kulturtreffs übertragen.

Damit die Erfolge des Stadtteilgespräches auch als Erfolge dieses Kreises sichtbar blieben, musste aber eine Veränderung her. So machte Petra Volk im Winter 1991 im Stadtteilgespräch den Vorschlag, den bisher informellen Zusammenschluss als Verein zu gründen und damit eine Rechtsform zu haben, die es ermöglicht, ein Konto zu eröffnen, selbst Anträge auf Beihilfen und Fördermittel zu stellen und steuerabzugsfähige Spendenquittungen auszustellen

Die Satzung sollte ein Minimum an „Vereinsmeierei“ und „Formalkram“ beinhalten. Der Verein „Stadtteilgespräch Roderbruch e.V.“ hat sich gemeinnützige Ziele wie „Völkerverständigung und Jugendpflege“ gesetzt und will die Zusammenarbeit zwischen Gruppen, Vereinen, Parteien und Initiativen fördern, indem „Stadtteilgespräche“ durchgeführt werden sollen.

Der Satzungsentwurf wurde gebilligt und der Verein im Februar 1992 gegründet.

Praktisch sieht die Vereinsarbeit so aus, dass einmal im Jahr eine Mitgliederversammlung durchgeführt wird. Dort werden die durchgeführten Aktivitäten des Stadtteilgespräches reflektiert und ggf. neue Projekte beschlossen, der Vorstand gewählt und die Kasse geprüft.

Mehr Vereinssitzungen gibt es nicht. Die Arbeit läuft also nach wie vor bei den monatlichen Treffen (den Stadtteilgesprächen), die für jede/n offen sind und in den Arbeitskreisen des Stadtteilgesprächs (AK gegen Gewalt, Kinder- und Jugendforum, sowie projektbezogene Arbeitskreise wie z.B. Kinderstadt 2000 und „Hallo Nachbar“) . Eine Vereinsmitgliedschaft ist nicht nötig, um beim Stadtteilgespräch Roderbruch mitzumachen und mit zu entscheiden.

Ca. 42 Einzelpersonen oder Institutionen sind z.Zt.Mitglied im e.V. und zahlen einen Jahresbeitrag von EUR 10,23.

Prinzipien / Merkmale des Stadtteilgespräches

  • Die Mitarbeit beruht auf Freiwilligkeit. Keine Institution und keine Person muss im Stadtteilgespräch mitarbeiten, wenn sie nicht will.
  • Das Stadtteilgespräch bietet strukturell keinen Raum für Konkurrenz.
  • Das vorrangige Ziel ist, die Lebensqualität der Menschen im Roderbruch zu verbessern. Dies soll durch Vernetzung der Institutionen, Gruppen, Institutionen, Parteien etc. erreicht werden.
  • Die Menschen, die im Stadtteilgespräch mitarbeiten, tun mehr als „ihren Job“ - sie engagieren sich für die Menschen im Stadtteil.
  • Erfolg und Anerkennung erhält die Gemeinschaft der Engagierten unter dem Namen „Stadtteilgespräch Roderbruch“, niemand profiliert sich auf Kosten anderer
  • Der Umgang der Menschen, die im Stadtteilgespräch zusammenarbeiten, ist freundlich und vertrauensvoll.